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Trailer und Test: Infinity Jacket II

Vergangenen Sonntag ging es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf eine längere Rundstrecke ins hiesige Naturschutzgebiet. Idealer Testbedingungen für das Brooks Infinity Jacket II, eine wind- und wasserdichte Premium-Laufjacke.



Technik, Tücken, Test

Vorweg mal was zum Test und Teaser-Trailer, da die beide prima parallel entstanden: Das Thema “Video” trage ich schon länger mit mir herum, neuerdings auch die passende Kamera, eine GoPro Hero2. Dumm nur, dass die Kamera Statik liebt, aber Gewackel abgrundtief hasst. Die Kamera per Holster auf die Brust zu schnallen, hilft da nur sehr bedingt. Doch die GoPro auf dem Kopp ist ein NoGo, allein aus ästhetischen Gründen. Fesch im Sommer, lustig im Winter: Mit der Kamera unter der geschlossenen Jacke mutiert man(n) zum mamalen Zyklopen, liefert den (zahlreichen) Sonntagsspaziergänger Lach- und Sachgeschichte für die Kaffeetafel. Egal.

Die Runde belief sich über gut 14 Kilometer. Genug Strecke, um für die Kamerastops ordentlich Tempo und Wärme aufzubauen. Mir war klar, dass das ein ziemlich fragmentierter Lauf werden wird, da die Strecke reich an schönen Motiven ist. Aufnahme oder Stop alle paar hundert Meter, womit ich mich parallel gut in die Bedienung der Kamera einarbeiten konnte.

Was ich nicht voraussah: Gleichzeitig ein hervorragender Test der Laufjacke. Ihr häufiges Öffnen und Schließen, Aus- und Anziehen, und gerade ihre Wärmeregulation kam quasi ganz nebenbei intensiv auf den Prüfstand. Bei einem “normalen” Lauf hätte sie mich einfach warm und trocken gehalten, so durchlebte ich mit ihr gefühlt einen ganzen Monat intensiver Anwendung. Im Abschnitt unten ausführlichere Infos.

Der Teaser-Trailer

Am Ende waren 12 Minuten Rohmaterial Video (und ein paar Standbilder) eingesammelt. Der GoPro-typische Fischaugenstil ist dem 170° Weitwinkel geschuldet, für einige Takes habe ich auf Normalformat umgeschaltet. Neben HD-Material in nativem 1080p beherrscht sie auch 100fps Zeitlupe, allerdings nicht mehr in HD (sondern WXGA) – für´s Web reicht´s allemal, auch wenn im Trailer am Ende die Zeitlupe softwareseitig realisiert ist: Aus Zeitgründen hab ich´s am Wochenende einfach mal auf dem Mac per iMovie und Preset zusammengeklickt, bevor jetzt die Einarbeitung in Adobe Premiere (Elements) startet. Die ersten Gehversuche haben jedenfalls schon großen Spaß gemacht, das Video und eurer Feedback darauf ist ein kleines Erfolgserlebnis. Dankeschön!

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Die Laufjacke

Zugegeben, am Anfang war ich skeptisch: Eine Laufjacke. Am liebsten bin ich ohne sie unterwegs, zur Not einfach zweilagig gezwiebelt mit kurzem und langem Funktionsshirt. Begleitet mich doch mal eine, ist mir meistens rasch zu warm, oder (selten) trotzdem kalt. Je nach Regen geht´s nicht ohne, feucht oder nass wurde ich bislang trotzdem.

Das Brooks Infinity Jacket II strahlt eine gewisse Selbstsicherheit aus. Ja, sie verspricht sogar, gleichzeitig atmungsaktiv und wasserresistent zu sein. Ungefähr die Quadratur des Kreises, bedingt das doch, dass die Jacke quasi eine textile Einbahnstraße ist: Feuchtigkeit gelangt von innen nach außen, nicht von außen nach innen. Find mal ´ne Faser, die das mitmacht…

Brooks Shelter Technology[tm] macht´s möglich. Kleinere Schauern führen jetzt nicht mehr dazu, dass sich die Jacke vollsaugt, und sie wie ein nasser Sacke am Körper klebt (von den thermoergulativen Nachteilen bedingt durch die Kältebrücke am Körper mal ganz abgesehen). Möglich machen das die speziellen Werkstoffe, das Fertigungsverfahren und der Schnitt der Jacke: Unsichtbar von außen, ist der obere Teil des Rückens geöffnet. Feuche Luft entweicht, die Dichtigkeit bleibt gewahrt: Den Spalt überlappt eine weitere wasserabweisende Schicht. Gut gedacht, gut gemacht!

Hard-skills

Von der parallelen Atmungsaktivität war ich extrem positiv überrascht. Klar, als ich die Jacke auszog (um Kamera und Brustholster für einige Takes abzulegen), war mir rasch kalt, trotz langem Thermotight als körpernahe Schicht. Danach wärmte mich die Jacke (und der Lauf) schnell wieder auf, ohne dass ich zu irgendeinem Zeitpunkt der rund anderthalb Stunden spürbar schwitzte. Klingt klinisch, doch das Mikroklima innerhalb der Jacke war schlicht tiptop.

Selten habe ich mich so WOHL gefühlt bei einem Lauf, so behütet. Was maßgeblich auch an der Länge und den funktionalen Details der Jacke liegt: Der Kragen schmiegt sich einige Extrazentimer hoch leicht gefüttert rund um den Hals seines Trägers. Zweitens schließen die elastischen Bündchen an den Armen selbst schmale Gelenke gut ab, und zu guter Letzt ist die Jacke etwas länger als sämtliche bisherigen Modelle im Schrank: Sie endet genau auf halber Hüfthöhe, wärmt damit den oberen Beckenbereich noch mit, wo andere Jacken knapp nach der Taille eiskalt Schluss machen.

Soft-skills

Ich schreib´s hin: Die Jacke hat zwei reissverschlussgesicherte Taschen. Und eine feuchtigkeitsgeschützte Innentasche, in der man einen MP3-Player oder ein Handy unterbringen kann. Ein typisches Smartphone passt nicht, das Format ist eher für ein iPod nano gemacht, sprich schmal und länglich. Beides ist aber nur bedingt wichtig für mich, da ich beides nicht nutze: Arme dienen stets dem Vortrieb, Schlüssel schnüre ich in den Schnuh, Snacks lass ich weg, Kälte halte ich aus, Smartphone trage ich am Oberarm. Einerseits ist es zu groß für die Tasche, andererseits mißfiele mir der niedrige Schwerpunkt und die fehlende Fixierung: Das Gebommel muss nicht sein. Auch wenn die Jacke über einen Kopfhörerkabelkanal in den Kragen verfügt, was ultimativ praktisch für Jackeninnentaschenträger sein dürfte.

Richtig wichtig sind mir aber die Reissverschlüsse: So eine Verarbeitungsqualität und Solidität habe ich noch nie gesehen. Der vertikale Frontzipper wirkt in seinem ganzen Mechanismus wie von Caterpillar zugeliefert. Die Falz hinter dem Reissverschluss dient zusätzlich als thermaler, frontaler Schutz, längst komplett bedruckt mit schimmerndem Brooks-Logo. Das Auge läuft halt mit, bei der Jacke macht schon das Handling Spaß. Und auch, wenn ich sie nicht oft öffne: Die Zipper der Seitentaschen sind Sahne, liebevoll produktdesignt bis ins letzte Detail, wo der bändchengekrönte Schiebergriff im geschlossenen Zustand noch unter einem Schutzhäubchen der Jacke verschwindet, um keine Nässe ins Innere zu lassen: Die Brookies verstehen einfach ihr Handwerk: Run happy!

Optisch gefällt mir die Jacke wirklich sehr. Zwar trägt sie zum unerfindlichen Überhang an blauer Farbe im Equipment-Kleiderschrank bei, wesentlicher scheint mir, ihren Sitz im Video als überraschend manierlich bemerkt zu haben. Meist allein unterwegs, SIEHT man sich so selten beim eigenen Lauf, so dass das mal eine ganz erhellende Erfahrung war.  Die Jacke sitzt. Sie schlockert nicht doof herum. Diese Haltung fiel bei Trailer und Bildern dann doch auf. Ich führe das auf ihre Länge, die hohe Verarbeitungsqualität und stabiliserend wirkenden, “schweren” Zipper zurück. Wobei die wirklich nicht ins (Fliegen)Gewicht fallen: Gerade mal 250 Gramm bringt sie auf die Waage. Jack Wolfskin, eat this!

Fazit

Vorsprung durch Technik: Das Brooks Infinity Jacket II bewältigt bravourös die Quadratur des Kreises zwischen Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit, Form und Funktion, Leichtigkeit auf der Waage und optischer Akkuranz im Feld. Ein sehr durchdachter und treuer Begleiter durch drei Jahreszeiten, dem man höchste Aufmerksamkeit zugunsten von Läuferbedürfnissen im Produktdesign an vielerlei Stellen anmerkt. Aus der Brooks-Kollektion neben der Laufschuh-Granate Ghost4 mein zweiter “hidden champion”: Lieblingsjacke (und Lieblingslaufschuh). Whow. Really: run happy! Brooks, danke dafür.

Filed under: Laufen, , , , , , , , , ,

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