marathonmann.de

Icon

running soon: 1. Herz-Kreislauf, StrongmanRun 2015

Brooks bergischer Bestzeitpulverisierer

3.000 Teilnehmer beim Firmenlauf, Startnummer 3,  gefühlte drei Wochen, zwischen Brooks-Box-Unboxing und meinem ersten Erfahrungs- und Erlebnisbericht. Da kommt mir die Premiere des T7-Racers an den Füßen gerade recht, denn was kann es schöneres  geben, als gleich drei Premieren auf einmal zu  feiern: Brooks Equipment am Körper, die ersten Racing-Schuhe meines Lebens, und ein Rekordlauf in Wuppertal. Zum Bericht…
.

.
Meine sportlichen Startvoraussetzungen waren dabei nicht optimal. Als Mitorganisator der Bergischen City-Sause war das letzte Jahr spannend, die letzten Wochen anstrengend, die letzten Tage intensiv, die letzten Stunden fast and furious. Am Tag der Tage also morgens um 4 aufgestanden, um 6 Drängelgitter gestellt, um 12 die ersten Läufe erlebt, um 16 Uhr die T7 rauchen lassen. Weitere 9 Stunden folgten. Über 3.000 Läufer, Teilnehmerzahl zum Vorjahr verdreifacht, Sport und Sonne satt, überall glückliche Gesichter. Weltklasse! Doch wenden wir uns noch schöneren Dingen zu, beispielsweise dem Erscheinungsbild des T7.

Schon auf den ersten Griff und Blick staunte ich nicht schlecht. Federleicht, fühlbar sofort: 197 Gramm sind eben etwas anderes als die 290 Gramm meines bisherigen Fila-Fetties. Noch dazu mit Chip gemessen (der T7),  ein halbes Gramm geht also mindens noch ab. Frappant aber auch das Design. Schmal,  stromlinienförmig, am Bug ein selbstbewusst umlaufendes Brooks in Rot, ansonsten sehr gefälliges Weiß und Grau. Wäre er rein rot, wäre er ein Ferrari. In Tight, T-Shirt und Spiegel passt jetzt endlich wieder die Proportion zwischen  Körper und Füßen. Meine bisherigen Schuhe erinnerten da retrospektiv wahlweise an einen Mix aus Clogs und Moonboots. Optisch eine absolute Wucht!

Die erste Anprobe zauberte mir ebenfalls ein Lächeln aufs Gesicht. Das Schlupfgefühl ist super, mein Fuß hat sich auf Anhieb wohl gefühlt. Und ich erst! Die roten Schnürsenkel glitzern. Ich bin wirklich kein Mädchen, aber das fand ich einfach schön. Auch schön zum Herzeigen: Beim Team-Fotoshooting für den Firmenlauf war ich jedenfalls der Star, als ich (nicht nur) der Damenwelt die Schuhe zeigte und erklärte. Diese Glitzerei ist pure Magie, bringt aber auch Neid mit sich. Da muss man etwas aufpassen, und auch mal das Neon-Grün-Orange am Fuß des Kollegen loben, um hier noch einigermaßen ein Gleichgewicht zu halten. Wenigstens verbal. Mit unserer Laufgranate im Team lief es da kommunikativ schon besser, er (er)kannte den T7 sofort, rasselte dann seine Rekorde runter, die er mit dem Vorgängermodell lief. Mit Mark war ich auch einlaufen, er trug immerhin Startnummer 1. Das sieht zwar nebeneinander laufend irgendwie unglücklich aus (er 1, ich 3 = 13), aber nun. Die Massen entlang der Strecke fanden es klasse, riefen und beklatschten aber eher seine Startnummer als meine Schuhe. Das hatte ich mir anders vorgestellt, aber man darf nicht jeden Jubel auf die Goldwaage legen.

Womit wir beim Wesentlichen sind, beim Kern der  Sache: Finest running shoes. Denn genau das ist er: Ein feiner Schuh. Auf den ersten Metern überrascht mich im Lauf ein vollkommen neues Gefühl: Ich spüre Fahrtwind an den Füßen (über das Wort Fahrtwind habe ich eine angemessene Zeit lang nachgedacht, aber finde keine bessere sprachliche Entsprechung per pedes). Ein elementares Erlebnis. Wo findet man heutzutage noch Equipment, das echt überrascht?

Das gilt auch für die Stützung. Ein Leichtgewicht wie der T7 Racer ist auf Geschwindigkeit ausgelegt, und nicht darauf, die Überpronation meiner Füße auszugleichen. Ehrlich gesagt war mir dabei etwas bang, fühle ich mich beim Schuhkauf doch regelmäßig etwas behindert, und lese begierig jeden Infoschnipsel zum Thema Barfußlaufen und Bruch plus Graben in der Sportwissenschaft, ob Unterstüzung am Fuß nun Ausdruck des hippokratischen Eides ist, oder schlicht degenerierendes Teufelszeug. Damals, vor drei Jahren im freundlichen Laufschuhladen, empfahl man mir diese Stützschuhe. Seitdem kaufe ich und laufe ich sie. Doch das scheint gar nicht mal mehr nötig:Der T7 machte sich im Rennen einfach fabelhaft. Das Laufgefühl empfand ich als ausgesprochen natürlich, die Kühlung Marke Aero habe ich ja bereits erwähnt. Auch das Abrollen ging gut von der Sohle, und durch den flexiblen Grund und den ergonomischen, anatomischen Schnitt ist der Kontakt zum Untergrund besser. Oder anders gesagt: Bislang lief ich Citroen, jetzt BMW.

Ein technisch ausgezeichneter Schuh, der noch dazu emotional bewegt und berührt. Mein erster Schuh, den ich _gern_ habe (alle anderen sind tatsächlich Gebrauchsgegenstände, und wirklich keines meiner bisherigen Exemplare von Asics, Saucony oder Fila verdienen das Prädikat “schick”), und auf den ich angesprochen werde. Und wie gesagt, wenn ich erst Mal die Schnürsenkel zeige…

Beim Lauf hat es übrigens nicht zu einer neuen persönlichen Bestzeit gereicht. Das lag aber definitiv nicht am T7 Racer, sondern des Marathons im Orga-Team. Immerhin trugen mich die Racer erstens mit einem soliden Ergebnis unter die ersten 500 von 3.150 Läufern ins Ziel, zweitens bescherten sie zahlreiche gute Gespräche, und drittens ein ganz neues, federleichtes und unbeschwertes Lauferlebnis der Extraklasse.

Drunter (drüber?) trug ich übrigens die Brooks TriSuit, doch davon erzähle ich euch kommende Woche…

Filed under: Equipment, , , , , , , , , ,

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

Follow marathonmann.de on WordPress.com
October 2011
M T W T F S S
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Twitter (Mocki)

Twitter (Brooks)

Error: Twitter did not respond. Please wait a few minutes and refresh this page.

Twitter (StrongmanRun)

Twitter (RUNNERS WORLD)

Twitter (Ruhr Tourismus)

Speed of Light (Twitter)

Highlights

Trailer-Empfehlung

Warnhinweis

Privatgrundstück. Achtung vor dem inneren Schweinehund. Lesen kostet Lebenszeit. Eltern haften für Ihre Kinder.

Besucher

  • 219,879 Besucher
%d bloggers like this: