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running soon: 1. Herz-Kreislauf, StrongmanRun 2015

1:51:42 #rrm

Heute einen schönen Rhein-Ruhr-(Halb)Marathon mitgemacht – bevor heute Abend noch etwas gefeiert und Novproc gehört wird, geht´s hier zu einem kurzen Bericht der (Mega)Veranstaltung.

(Links zu Fotos am Ende des Beitrags)

So volles Pfund in der Marathonvorbereitung, wundert es mich nicht, mich über vergangenes Jahr zu wundern – jammerte ich vor ziemlich genau 12 Monaten doch noch herum, am Ende zu sein. Davon jetzt keine Spur mehr – aber sagen wir mal so: Heute Abend sitze ich lieber, als dass ich gehe oder stehe, denn:

Zeit / Kondition / Schmerzen

Das böse, böse Knie (mittlerweile schmerzverursachend identifiziert: äußerer Meniskus) gab immerhin für die Zeit des Laufs absolute Ruh´. Stellt es sich aber weiterhin so mädchenhaft an, bedarf das der Abklärung. Die Kondition war – wie erhofft – kein Problem, Atem und Puls blieben schön flach, trotz dauerhaft gesteigertem Tempo. Probleme machten allerdings ab Kilometer 14 leicht, ab Kilometer 16 zunehmend schwer die oberen Oberschenkel (wer´s genau wissen will: die Langen Anzieher der Oberschenkel und Spannmuskeln der Schenkelbinde, sprich um die Hüfte herum). Irritierend, wenn das Limit nicht von der Kondition bestimmt wird, sondern der Muskulatur. Fühlt sich so an, als müsse die Muskulatur gezielt(er) trainiert werden, und noch besser auf lange Läufe konditioniert. Oder es sind die Gene. Mal die Trainer fragen.

Mit der Nettozeit von 01:51:42 bin ich hochzufrieden – fast 20 Minuten (oder ca. 14 %) Verbesserung zu 2009. Leistungstechisch ist das immerhin das untere Ende der oberen 25% aller Teilnehmer, innerhalb meiner Altersklasse Platz 125 von 300. So darf es eigentlich bei jedem Lauf weitergehen – wird es nur leider nicht. Doch etwas Luft dürfte / müsste / sollte / könnte noch sein, verschärfes Training mal nicht eingerechnet. Trotzdem verschaffte der Lauf heute wieder ordentlich Respekt vor dem Ziel Marathon im Herbst.

Strecke / Orga / Stimmung

Der Sportpark Wedau war eine schöne Neuentdeckung – als Bergischer Landser hat man´s ja nicht so mit dem Ruhrgebiet, doch das Gelände, die Regattabahn und das nette Bistro samt Biergarten an ihrem Kopfende machen es zu einem interessanten, sportlichen Ausflugsziel – zumal es die Heimat von Laufsport bunert ist. Apropos, Andreas Menz moderierte auch diesmal wieder souverän Start- und Zielphase. Respekt, Andreas, bei über 7.000 Teilnehmern. Und wir freuen uns gerade über über 1.000 Anmeldungen beim Sambatrassenlauf/Firmenlauf in 2 Wochen ;-)…

Also, der Start war super – die Stimmung unbezahlbar, ungetrübt auch vom (schlechten) Wetter. Die weitläufige Anlage bot nicht nur Gelegenheit zu Aufwärm-Läufen, sondern forderte sie regelrecht heraus. Dabei konnte man leicht ein (warmes) Plätzchen finden, um die Startverzögerung von 30 Minuten zu kompensieren (Verkehrsunfall auf der Strecke, musste erst noch geräumt werden) oder sich unmittelbar vor dem verregneten Start nochmal zu dehnen.

Tausende startende Marathonis brauchen Platz. Diesmal stellte ich mich auch brav _nicht_ in die 1. Startreihe, sondern gefühlt 700 Meter weiter hinten – was widerrum aber nur ein Bruchstück des Starterfelds war, das fast 2 Kilometer weit zurückreichte. Unglaublich. So dauerte es auch 5 Minuten vom Start bis zur Startlinie, daher auch die Unterscheidung in Brutto-/Nettozeit.

Die ersten 2 Kilometer waren von viel Vorsicht geprägt – die Straße eng, Läufer rundherum. Dementsprechen das Tempo: Eher regenerativ. Angesichts des angestrebten Ziels durfte das natürlich nicht so bleiben, ergo arbeitete man sich permanent nach vorne – was glatt bis Kilometer 13 anhielt. Schon ein schönes Gefühl, zu überrunden – und dass eine so lange Zeit über. Ab Kilometer 14 stabilisierte es sich dann, große Überrundungen waren ab da weder zu verzeichnen noch zu erleiden – das spricht für ein kontinuierliches und damit idealverteiltes Tempo über die ganze Strecke (was jetzt ein bisschen gelogen ist, denn die 10km Zwischenzeit hätte hochgerechnet für sub 1:43 gereicht, aber nun, Motivation ist eben nicht immer nur Dein Freund).

Die Stimmung am Straßenrand war okay- angesichts des schlechten Wetters. An den regelmäßigen Verpflegungsstationen trommelten regelmäßig Sambagruppen, was mich akustisch dann doch sehr an den Sambatrassenlauf erinnerte (widerrum kein Wunder, dass 2 der Gruppen aus Wuppertal kamen). Bevorzugt war ich – wie sehr viele Läufer/innen – aber mit dem eigenen Soundtrack unterwegs (->Musik verringert das Gefühl der Belastung). Angesichts der laaangweiligen Streckenführung mit mehreren endlos langen Geraden (mehrere Kilometer) durch ein tristes, ödes Duisburg, war das auch dringend nötig. Die Strecke gehört damit abschließend doch zu den Negativpunkten dieses Laufs, vielleicht ist das aber auch Geschmackssache.

Der Einlauf in die MSV-Arena war gut, obwohl ehrlich gesagt nach 21 Kilometern die Begeisterung für ANKOMMEN Und AUSRUHEN wesentlich größer ist, als gegenüber der Residenz eines Bundesliga-Zweitlegisten (Mitläufer schreiben gar von “Kotzgrenze“). Bei mir sowieso, war ich am Vortag doch noch Auf Schalke. Die letzte Energie reichte damit nur noch für einen 100 Meter-Sprint durch´s Ziel, der immerhin per Videokamera aufgezeichnet wurde – in ein paar Wochen gibt´s vom Veranstalter den persönlichen Finishing-Clip auf CD per Post (wieso eigentlich nicht per Mail als Download-Link?). Musik, Cheerleader und Moderation waren vor Ort 1a, ebenso die sehr zügige und nette Übergabe von Medaillien, Rosen (für die Frauen) und Plastik-Ponchos, die (sehr) warm hielten. Freibier, Freibananen, Freisinalco und Freiwasser rundeten die Sache ab, mit dem Wehmutstropfen elend langer Wartezeiten auf´s Finisher-Puma-Shirt.

Fotos
DerWesten hat über 100 Fotos aller Läufe heute hier veröffentlicht, runnersworld.de ist ebenfalls 0-day hier. Besonders hübsch: diese Fotos. Daneben habe ich ein bisschen was mit der Handycam zusammengestümpert, dilletiert und und auch noch live getwittert. Lesenswert auch andere Läufer im runnersworld.de-Forum.



Filed under: Bild(er), Laufen, Marathon, Veranstaltung, , , , , , , , , , , , , , ,

2 Responses

  1. Alf says:

    Lieber Mark,

    bei Deiner Zeit werd´ich blass! Mein absoluter Respekt vor dieser sportlichen, körperlichen Ausnahmeleistung.

    Lass uns einfach beide zusammen demnächst zum Orthopäden gehen/humpeln.

  2. Mark says:

    Hallo Alf,

    herzlichen Glückwunsch zu der Superzeit! Jetzt kann der erste Marathon im Herbst ja kommen.

    Bei mir lief es nicht so gut. Bis KM 12 war alles in Ordnung, dann habe ich stechende Schmerzen in der rechten Kniekehle bekommen. Mit zwei Gehpausen ist dann noch eine 1:28:26 raus gekommen.

    Gruß

    Mark

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